Greifvogelzug in Batumi, Georgien

Eine Million Greifvögel in Batumi – das kaukasische Mysterium des Greifvogelzugs

Gewaltig & artenreich – doch unter Beschuss!

 

 

Am Schwarzen Meer, in der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien, vollzieht sich alljährlich im Herbst ein Riesenspektakel. 2014 wurde zum dritten Jahr in Folge über 1.000.000 Greife auf ihrem Herbstzug gezählt. Eine fantastische Artenvielfalt mit gigantischem Ausmaß und umwerfendem Ausblick auf das Küsten- und Bergpanorama des Kaukasus.Doch heißt es
auch „Feuer frei“ für den illegalen Abschuss, damit die Spitze der Nahrungskette auf dem runden Esstisch der lokalen Bevölkerung landet. Nach siebenjähriger Erforschung können wir das Mysterium näher beleuchten und stellen uns der Frage, was kann man dem illegalen Abschuss entgegenbringen.
 

Einleitung

Jedes Jahr organisiert der Batumi Raptor Count die Greifvogelzählung und empfängt viele Besucher aus allen Teilen Europas. Bis zu 45 freiwillige Helfer und Koordinatoren zählen, bestimmen, und fotografieren das immense Zuggeschehen vom 17. August bis 16. Oktober. Los geht’s in aller Frühe, beim Frühstück wird Englisch gesprochen, aber Georgisch gegessen, und bei Sonnenaufgang ist die erste Station bereits besetzt. Erste Weihen ziehen durch, die Sonne geht über den Bergen auf, die zweite Station in den Bergen ist nun auch besetzt. Erster Funkkontakt zwischen den Station wird hergestellt und nun wird der Himmel auf 12km Länge bis kurz vor Sonnenuntergang in Sektoren aufgeteilt. Jeder Zähler beim BRC kennt es, morgens ist es noch ruhig, nur wenige Hundert Greife ziehen durch. Dann ab 11.00 Uhr kann nicht mehr jeder Vogel unter die Linse genommen werden. Dann wird Zählen sportlich, die Finger auf den Zählmaschinen arbeiten in Hochgeschwindigkeit, auf einmal werden innerhalb weniger Minuten über 5.000 Greife notiert. Dann weiter, zählen, bestimmen, sich an die Sektoren halten, Transektlinie beachten, Funkkontakt aufrecht halten, Hungergefühl kommt auf, und eine Wand aus Falkenbussarden kreist sich über den niedrigen Bergrücken von Norden her in den Zugtrichter ein. Unfassbares Schweigen, unfassbare Momente. Über 260.000 Greifvögel flogen durch, am 2. Oktober 2014, die höchste je gemessene Konzentration auf dem Eurasischen Kontinent.

Gewaltige Dimensionen am Kaukasus

Ergebnisse der Vogelzählung vom 17 Aug. - 16 Okt. 2014. n. g. bedeutet nicht gezählt, aber durchgezogen.Der Greifvogelzug in Batumi entzieht sich jeglicher Vorstellung. Das massenhafte Auftreten von mehreren 10.000 Greifen pro Tag wird regelmäßig Anfang September/Oktober durch die schier unglaubliche Konzentration von weit über 100.000 Wespen-/ Falkenbussarden abgelöst. Am 3. September 2012 kam es zu einem überraschenden Tagesrekord mit über 175.000 Wespenbussarden. Diese thermiksegelnden Greife treffen im Herbstzug oft in großen Gruppen am Himmel zusammen und fliegen gemeinsam weite Strecken, ein interessantes Verhalten der sonst so territorial lebenden Einzelgänger. Der Himmel über Batumi ist oft klar und die Sonneneinwirkung sorgt für außerordentlich starke Thermik, die bevorzugte Reiseunterstützung von großen Thermikseglern, wie Greifvögel und Störche es sind. Da viele Vögel die dichte Wolkendecke in den Bergen meiden, ziehen große Ströme entlang der Küste. Selbst an bewölkten Tagen mit leichtem Regen können große Mengen an Bussarden, Weihen und Adlern beobachtet werden. Ausschlaggebend für die Intensität des Zuggeschehens ist dabei immer das gesamt kaukasische Wetterbild in den vorigen Tagen und das Auftreten der lokalen Land-See Brise am selbigen Tag. Zudem ist der hohe Konzentrationseffekt in Batumi durch die geografischen Verengungen der Landmassen zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer sowie dem Kaukasus zu erklären. Der wohl wichtigste lokale Faktor für Batumi ist die starke Wolkenbildung im Kleinen Kaukasus, die nach bisherigen Untersuchungen maßgeblich für den außergewöhnlich hohen Zugtrichter verantwortlich ist. Weltweit sind nur vier weitere Zugtrichter für Greifvögel (sog. Bottlenecks) bekannt, in denen jährlich je über eine Million Greife durchfliegen (Veracruz, Mexico; Kekoldi, Costa Rica; Panamakanal; Eilat, Israel). Batumi stellt den weltweit bedeutendsten Zugtrichter für Arten wie Steppenweihe, Wiesenweihe und zusammen mit Eilat auch für den Wespenbussard dar.
 

Große Artenvielfalt

Bisher wurden in Batumi 34 Greifvogelarten beobachtet, darunter Schrei-, Schell-, Steppen-, Kaiser-, Schlangen- und Zwergadler. Neben Turm- und Rötelfalken zeigen sich auch regelmäßig Wander- und Baumfalken. Der gelegentliche Durchzug von Rotfußfalken sowie einzelnen Würgfalken stellt eine Besonderheit dar. Unser heimischer Sperber sowie der Kurzfangsperber sind nahezu täglich zu sehen.
 

Viele Tausend Weihen

Die wohl größte ornithologische Besonderheit neben dem massenhaften Zug von Bussarden ist der ausgeprägte Weihenzug. Weihen sind keine typischen Thermiksegler und daher auf die aufsteigenden Warmluftpakete nicht besonders angewiesen. Thermiken entstehen in ausreichender Stärke nur auf Landmassen und sind über Meeren nur in schwacher Ausprägung zu finden. Weihen fliegen oft den kürzeren Weg und nehmen so auch Strecken über sonst unliebsames Gelände in Kauf. Sie folgen bevorzugt dem Kleinvogelzug, der sich an Rast- und Schlafplätzen küstennaher Feuchtgebiete am Schwarzen Meer konzentriert. Dass die Weihen in solch großen Zahlen auftreten, ist sehr ungewöhnlich und kann in dem Ausmaß bisher nur in Batumi beobachtet werden. Bis zu 20.000 Rohr-, Wiesen-, Steppen- und Kornweihen ziehen auf ihrem Weg in die Wintergebiete jeden Herbst durch Batumi. Die schwer zu bestimmenden, rasanten Flieger sind damit das Herzstück der Vogelzählung. Neue Erkenntnisse erwiesen bis zu 400 durchziehende Weihen unmittelbar nach Sonnenaufgang, wenn die Thermik noch schwach ist und andere Greifvögel ihre Weiterreise noch nicht einmal angetreten haben. Meistens werden sie am frühen Morgen von großen Trupps ausdauernd rufender Bienenfresser begleitet. Dabei ist die Unterscheidung der jungen Wiesen- und Steppenweihen eine große Herausforderung. Nicht immer lassen sich wichtige Gefiedermerkmale eindeutig erkennen, wenn das Spiel von Licht und Schatten sowie Entfernung die Bestimmung erschweren. Gleiches gilt für die erwachsenen Weibchen. Einfacher hingegen ist die Bestimmung der adulten Männchen, deren Pracht und elegante Silhouette sich dem erfahrenen Betrachter nur schwer entziehen kann.
 

Bedrohung durch illegalen Abschuss

Die europäische Situation der illegalen Verfolgung von Zugvögeln ist immer wieder erschreckend und Fakten aus Malta, Zypern und Ägypten beweisen wie ernst die Bedrohung zu nehmen ist. Viele weitere Länder können der Liste hinzugefügt werden, Georgien vermutlich als eines der noch unbekanntesten. Das Sonderheft Greifvögel erschienen 2011 in Der Falke schildert bereits die Dimensionen des illegalen Abschuss. Im gleichen Jahr begann der Batumi Raptor Count mit systematischen Erfassungen der Abschussraten. 2013 wurden die Ergebnisse erstmals ausgewertet und zu einer umfangreichen Arbeit von Johannes Jansen (Mitbegründer des BRC) zusammengefasst. Die Erkenntnisse sind erschreckend und weisen auf enorme Einflüsse auf die nordost-europäischen und west-asiatischen Populationen hin. Jährlich werden demnach 7.800 – 10.300 Greifvögel illegal im Zugtrichter von Batumi geschossen. Das entspricht etwa 0,7 – 0,9 % des dortigen, durchschnittlichen Greifvogelaufkommens. Dem häufigsten Abschuss unterliegen Wespenbussard (Pernis apivorus) und Falkenbussard (Buteo buteo vulpinus). Äußerst alarmierende Zahlen liegen für Steppen- und Wiesenweihe vor, von denen im Untersuchungsjahr 2012 etwa 8-10 % der Durchzügler dem illegalen Abschuss zum Opfer fielen. Die Populationen der Steppenweihe sind vom Rückgang betroffen und Schutzmaßnahmen sind daher besonders wichtig. Bringt man die Abschussraten mit der weltweiten Population (9.000 – 15.000 Brutpaare nach Birdlife International) in Zusammenhang werden allein in Batumi jährlich 0,6 – 1 % der Steppenweihen abgeschossen. Nicht berücksichtigt ist hierbei allerdings die Fortpflanzungsziffer und ein Abschuss unterteilt nach Altersklassen. Diese würden die Abschussrate im Populationszusammenhang noch leicht verändern. Eine wesentlich detaillierte Analyse und Zusammenfassung ist bereits beim BRC in Bearbeitung mit Daten von 2011 – 2014.
 

Warum werden Greifvögel bejagt?

Johannes Jansen, Mitbegründer des BRC, leitet seit 2011 die Untersuchungen zum illegalen Abschuss der Greifvögel in Batumi. Mit den repräsentativ, erhobenen Daten wurde ein Modell entwickelt, welches Abschussraten für den gesamten Zugtrichter ermittelt. Die so gewonnenen Abschussraten dienen heute als Vergleichswert und Orientierung für die naturschutzfachliche Einschätzung der Jagdsituation. Es wurden zahlreiche Interviews mit Jägern durchgeführt, um deren Beweggründe für die Jagd auszumachen. Dabei erwies sich, dass die meisten Haushalte im Zugtrichter eine Jagdwaffe besitzen, oftmals ein Geschenk der Verwandten aus Sowjetzeiten. Die meisten Jäger stammen aus der unmittelbaren Region und nur wenige reisen von fern an. Der Großteil der Jägerschaft (50 %) ist erwerbslos, die anderen gehen nur unregelmäßigen Arbeitsanstellungen nach. Hauptgrund der Jagd ist der zusätzliche Nahrungserwerb (70 %), da Fleisch auf dem Markt nur teuer zu erstehen ist, hingegen Schusspatronen mit wenig Aufwand selbst und günstig hergestellt werden können. 60 % der Befragten gaben außerdem Vergnügen an der Jagd als weiteres Motiv an. Besonderes Interesse gilt dem Abschuss von Wespenbussarden, aber eben auch Bienenfresser, Wachteln und Tauben. Häufig mangelt es an Artkenntnissen – Wiesen- und Steppenweihe werden oft als eine Art betrachtet, deren Weibchen und Männchen aber je als getrennte Art. Fast immer fehlt das ökologische Grundwissen des Vogelzugs: Die Erkenntnis Deutschland habe tatsächlich viel geringere Zugdichten an Greifen, sorgt bei fast allen Jägern für Überraschung. Auch für den Schreiadler gibt es bisher wenig Hoffnung. Zwar ist in manchen Dörfern das Wissen um die Seltenheit und Schutzbedürftigkeit von Adlern bekannt, so werden sie doch gerne geschossen, da sie mehr Fleisch als andere bieten. Vom BRC durchgeführter Unterricht an lokalen Schulen bestätigte außerdem mangelndes Wissen nicht nur bei Schülern, sondern auch bei den Lehrern. Ein Bewusstsein für die Besonderheit des Greifvogelzugs in Batumi zu entwickeln ist hier folglich ein wesentlicher Schlüssel zur Erkenntnis, dieses wiederum kann den Weg für einen verantwortlichen Umgang ebnen.
 

Lässt sich der illegale Abschuss aufhalten?

Tradition und Kultur stehen in Georgien an höchster Stelle. Die Integrität des BRC ist der Schlüssel zur Etablierung eines festen Standpunkts in der georgischen Gesellschaft. Der gegenseitige Respekt und das gemeinschaftliche Miteinander sind wesentliche Eckpfeiler der interkulturellen Zusammenarbeit unseres Projekts. Nur gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und durch deren Akzeptanz sind wir in der Lage den Greifvogelschutz voran zu treiben, und zu entwickeln. Gesellschaftliche Veränderungen vollziehen sich in den dörflichen Strukturen Georgiens nur sehr langsam. Äußere Eingriffe werden mit Vorsicht beäugt. Daher steht seit Beginn der systematischen Zugerfassung 2008 die Integration der Zählung und dem dazu gehörigem Tourismus in die regionale Gesellschaft an vorderster Stelle. Wir verurteilen keine Jäger, sondern versuchen durch Verständnis für ihre Beweggründe Konzepte zu entwickeln, die den Hauptmotiven des illegalen Abschuss nachhaltig entgegenwirken. Als probates Mittel erweist sich die Zusammenarbeit in der Beherbergung der freiwilligen Zähler und dem nachhaltigen Tourismus. Mit den georgischen Familien erarbeiten wir Konzepte zur Unterkunft, lokalem Transport und Naturführungen. In dem kleinen Dorf Sakhalvasho bei Batumi betreiben wir mit den Familien 21 Unterkünfte, regionales Essen und Tradition werden besonders gefördert. Einzige Forderungen unsererseits sind wachsende Beherbergungsqualitäten für den westlichen Tourismus und die Distanzierung zur illegalen Jagd. Anstelle diese Forderungen zu erzwingen, werden diese durch Bildungsprogramme hergeleitet und das Verständnis der Familien für die Ökologie des Vogelzugs mit jedem weiteren Touristen und jeder erfolgreichen Zählsaison untermauert. Wir erfahren eine steigende Akzeptanz der Bevölkerung, hervorgerufen durch die Präsenz der Besucher, durch Vogelbeobachter, die den Menschen vor Ort die Besonderheit des Zugtrichters vergegenwärtigen. Seit Aufnahme des Tourismus Programms 2011 haben wir steigende Besucherzahlen und die Familien verdienen an dem Tourismus ein gutes zusätzliches Einkommen. Sie bauen Verständnis für den Vogelzug auf und setzen sich mitunter hartnäckig für die Belange des Vogelschutzes ein. Einsätze, die nun langsam aus dem Inneren der Gesellschaft kommen, Einsätze geprägt von Wissen und Verständnis, Einsätze die nachhaltig Wirkung zeigen. An den Schulen haben wir Unterrichtsstunden mit den Lehrern über die Ökologie des Vogelzugs entwickelt und dafür Lehrmaterial auf georgisch bereit gestellt. Lehrer werden von uns im Umgang mit diesem Buch geschult, um so das Wissen an die nächste Generation zu vermitteln. Dies ist verbunden mit regelmäßigen Veranstaltungen auf unseren Zählstationen. Im letzten Jahr konnten wir erfolgreich die Beringung von Greifen mit regionalen Falknern aufbauen und haben das Projekt ins Leben gerufen – Falkner, Botschafter des Vogelschutzes in entlegenen Dörfern des Zugtrichters. Über 270 Greife wurden von den Falknern beringt mit Wiederfunden im Umkreis unter 50 km. Für die Falkner waren Wiederfunde die Sensation schlechthin. Wir streben eine graduelle Verbesserung der Zugvogel-Akzeptanz an, mit welcher regelmäßige Neu- und Weiterentwicklungen von lokalen Projekten einhergehen. Nur wenn sich die dörfliche Bevölkerung letztendlich selbst für den Vogelschutz entscheidet, in dem sie die Vorteile erkennt und die Nachteile der illegalen Jagd abwägen kann, ist dem Jagddruck auf die Greifvögel hoffentlich entgegenzuwirken. Unser Ziel ist die illegale Jagd zu reduzieren und seltene Arten vollständig vor Bejagung zu schützen. Wir sind uns aber auch darüber im Klaren, dass der aus Vergnügen handelnde Anteil der Jagdschaft, nur von der lokalen Gemeinschaft selbst überzeugt werden kann. Für diesen wichtigen Schritt aber muss die Bevölkerung selbst den Weg gehen, mit unserer Unterstützung, aber unter georgischer Leitung.
 

Ihre Hilfe!

Die tatkräftige Unterstützung durch Freiwillige Zähler und Koordinatoren steht im Zentrum der Organisation. Durch die Unterkunft in lokalen Gasthäusern, organisiert durch den BRC und Batumi Birding, unterstützen Sie den nachhaltigen Ansatz zur Reduzierung der illegalen Jagd und werden Teil des Projekts. Spenden Sie für die Zählung, werden Sie Sponsor mit Ihrem Unternehmen oder veranstalten Sie Vogelreisen mit Batumi Birding. Werden Sie Mitglied von Batumi Raptor Count und unterstützen Sie damit jährlich unser Projekt. Alle Informationen finden Sie auf unserer Internetseite oder kontaktieren Sie einen der Autoren.

http://www.batumiraptorcount.org/helfen
 

Der Batumi Raptor Count (BRC)

Der BRC (Batumi Greifvogel Monitoring) führt seit 2008 jeden Herbst eine umfangreiche Zugvogelerfassung durch und hat seit dem seine Bemühungen zum Schutz der Greifvögel kontinuierlich erweitert. Die Gesellschaft für Naturschutz (SABUKO) wurde 2013 vom BRC und dem damaligen georgischen Birdlife Partner (GCCW) gegründet, mit dem Ziel den Schutz von Wildtieren landesweit zu fördern und die nationale Öffentlichkeit auf naturschutzfachliche Belange aufmerksam zu machen. Zur Förderung des Naturschutzes gründete SABUKO das Reiseunternehmen BatumiBirding Ltd., welches 70% seines Gewinns den Naturschutzprojekten in Georgien widmet. Der BRC wird als Projekt von SABUKO jeden Herbst ausgeführt und zieht jährlich Hunderte von Besuchern aus ganz Europa an.
 

Literatur zum Thema:

Als Download hier verfügbar
Gelpke C., Franken F., Willaert B., Stübing S. 2011. Einzigartiger Greifvogelzug zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus. Falke Sonderheft 2011: 448-451.
Verhelst B. Jansen J. & Vansteelant W. 2011. South West Georgia: an important bottleneck for raptor migration during autumn. Ardea 99(2): 137-146
Wehrmann, J 2012: Bottleneck raptor migration in Georgia - impact of regional weather conditions. Masterthesis, Universität Potsdam
Jansen J. 2013: Assessment of the shooting of migrating raptors in the Batumi bottleneck. Masterthesis. University of Antwerp
Wouter M. G. Vansteelant, Brecht Verhelst, Judy Shamoun-Baranes, Willem Bouten, E. Emiel van Loon, Keith L. Bildstein. (2014) Effect of wind, thermal convection, and variation in flight strategies on the daily rhythm and flight paths of migrating raptors at Georgia's Black Sea coast. Journal of Field Ornithology 85:1, 40-55.